| ÖCIS Titel: Telefonterror Schauplatz: Ein Ökodorf in Norddeutschland. Handlung: Aufregung im Ökodorf. Über eine 900-er Nummer wurde im Großraumbüro des Ökodorfes mehrfach teuer telefoniert. Die Kosten sind mindestens dreistellig. Die betroffenen Institutionen Freundeskreis, Siedlungsgenossenschaft und Wohnungsgenossenschaft beschließen, das ÖCIS-Team einzuschalten (Ökodorf Criminal Investigation Service). Das 11-köpfige ÖCIS-Team schlägt seine Kommandozentrale im Regiohaus auf. Das gemeinsame Essen ist bis auf weiteres gestrichen. Im Kinderzimmer wird jeder Mensch im Umkreis von 5 km verhört. Die Altmärker reagieren mit Unverständnis. Nachdem bei den Verhören nur Widersprüchliches und Nebensächliches herauskommt, beschließt der Einsatzleiter eine Besichtigung des Tatortes. Am Telefon finden sich Fingerabdrücke sämtlicher Sieben Lindener einschließlich derer, die damals in Groß Chüden geblieben sind. Könnte es ein Sabotageakt ehemaliger Ökodorfler gewesen sein? Eine Cäsiumanalyse ergibt jedoch, dass sich das Telefon einfach schon seit 14 Jahren im Projekt befindet und niemals abgewischt wurde. Die erste Spur - eine Sackgasse. Die Ermittler sind ratlos. Da krächzt plötzlich was hinter den Aktenordnern: Ein Papagei! Ein Eintrag im Mitteilungsbuch ergibt: Der Papagei wurde von der Jungsbande aus einem Zoogeschäft in Stendal befreit und wird seitdem in Sieben Linden versteckt. Eine Vermutung liegt nahe: Könnte der Papagei... gesehen haben, wer da telefoniert hat? Zwei Wochen vergehen, in denen die Tierpsychologin aus dem ÖCIS-Team versucht, den Papagei zu verhören. Derweil kocht Tatjana regelmäßig für die Ermittler, die samt und sonders zunehmen. Kosha gelingt es, alle bis auf die Tierpsychologin dazu zu bewegen, bei einem aus dem Boden gestampften Gemeinschaftskurs teilzunehmen. Die Gemeinschaft ist sich einig, dass den ÖCIS-Leuten der fünffache Preis abverlangt wird - schließlich stören sie den Seminarbetrieb empfindlich. Nebenhandlung: Einer der Ermittler (ein forensischer Anthropologe) verliebt sich in eine Bewohnerin der Windrose und erwägt, nach Abschluss der Ermittlungen in das noch leere Zimmer dort einzuziehen. Nach Ablauf des Papageiverhörs weiß die Psychologin alles über das Bildungsreferat - der Papagei hat ihr alles wiedergeben können, was dort gesprochen wurde. Es ist aber nichts Verdächtiges darunter. Das führt zur Schlussfolgerung, dass bei den 900-er-Telefonaten überhaupt nichts gesagt wurde. Was waren das dann für Telefonate? Der Anthropologe kommt spontan auf die Idee, selbst bei der 900-er-Nummer anzurufen. Leider ist das nicht möglich, weil Werner im Auftrag von SiGe, WoGe und e.V. sofort nach dem ursprünglichen Vorfall alle 900-er-Nummern sperren musste. Das ÖCIS-Team, das eigentlich nie aufgibt, ist kurz davor, aufzugeben - das viele Forum beim ÖCIS Gemeinschaftskurs hat ihnen gezeigt, dass sie gern auch mal nicht als Gewinner dastehen möchten. Am Abend desselben Tages kommt Sascha nach Hause, der zwei Wochen verreist war, um endlich mal in Ruhe arbeiten zu können. Als die ÖCIS-Leute erfahren, dass er sich mit Computern auskennt, bitten sie ihn, ihr E-Mail-Programm zu konfigurieren. Sie haben zwar im Regiohaus 11 Bildschirmarbeitsplätze mit leistungsfähigen Rechnern und einen Satellitenübertragungswagen auf dem Dorpflatz aufgebaut, aber es gab ein Problem mit der Netzwerkeinstellung und alles hat nicht funktioniert. Sascha kommt ins Gespräch mit dem ÖCIS-Praktikanten, der fragt, wovon man denn in Sieben Linden leben kann, und erwähnt beiläufig, dass seine letzte Idee eine 900-er-Nummer war, die man wählt, um mit jedem Anruf 3 Euro an den Freundeskreis Ökodorf zu spenden. Vor seiner Abreise hätte er das mehrfach getestet und es hätte einwandfrei funktioniert. Der Praktikant erzählt dem Papagei davon und sie beschließen, niemandem davon zu erzählen, dass die ganze Sache letztlich ein falscher Alarm war. Da der Fall nicht offiziell zu den Akten gelegt werden kann, muss ein Teil des ÖCIS-Teams dauerhaft in Sieben Linden stationiert werden - der Anfang vieler wunderbarer Freundschaften. Micha W. Die Fotos auf der rechten Seite hat Tanja Korvenmaa aus Finnland während des EDE-Kurses im August und September gemacht. Inzwischen ist es Herbst, oft feucht, manchmal eisig... Sieht ungefähr so aus wie letztes Jahr um diese Zeit :-) Und noch was: Ein jugendlicher Onlinespieler wurde "überführt", über die teuren Telefonate seine Spielfigur im Computerspiel aufgerüstet zu haben - die Telefonate gab es nämlich wirklich. Es ist zu erwarten, dass das eine wichtige Diskussion in Sieben Linden auslöst... | |       Blick aus der Badekuppel im Club99     |