Wintertage in Sieben Linden Willkommen auf der Website von Sieben Linden - Ökodorf, Seminare, Gemeinschaft. Im Januar empfangen wir keine Gäste auf unserem Gelände, aber danach wünschen wir uns Ihren, euren, deinen Besuch! Auf der rechten Seite Impressionen der Weihnachtstage und der ersten beiden Januarwochen. Unten ein paar sehr persönliche Eindrücke von den vergangenen Feiertagen in Sieben Linden. Weihnachten lag ja im vergangenen Jahr mitten in der Woche, so kam es, dass viele schon am Sonntag davor in ihre Weihnachtsferien aufbrachen. Schon am Montag, den 22. Dezember, gab es im Regiohaus (unserem Küchen-, Ess- und Seminarhaus) kein Mittagessen mehr - das Küchenteam kündigte Betriebsferien bis zum 5. Januar an. Eva hatte noch Kürbissuppe, die wurde gestreckt, und so kam eine kleine Runde zum Essen zusammen - ein Gefühl von "harter Kern". Dann war Anna gestorben, unsere "alte Anna", die sich schon im Vorjahr vom Leben verabschiedet hatte und sich auch schon einen Sarg hatte tischlern lassen. Sie war sanft "hinübergegangen". Das hatte sie sich gewünscht. Die in Sieben Linden verbliebenen und Stefan mit seinem Bestattungsinstitut nahmen sich ihrer auf sehr behutsame Weise an und organisierten die Beerdigung am 31. Dezember. Als Nächstes drohte Kälte. Nachdem der bisherige Leiter des Regiohaus-Heizteams die Gemeinschaft mit recht unharmonischen Paukenschlägen verlassen hatte und die anderen Angehörigen des Heizteams auch nach Hause fahren wollten, wurde ein kleines Notteam eingewiesen, das auch für beständig warmes Wasser und gemütliche Räume bis nach Neujahr sorgte. Für Heiligabend um 16:30 war dann die Waldweihnacht geplant, bis dahin gab es doch auch im Ökodorf ganz schön viele Weihnachtsvorbereitungen zu treffen. Manche brauchten sogar im Bauwagen eine Fichte. Gut, dass es in unserem Neuwald immer etwas auszuforsten gibt. Im Wald standen Kerzen auf der Erde, die den Weg zum geschmückten Baum wiesen, dort gab es Gesang und Plätzchen. Dann verteilten sich die in Sieben Linden verbliebenen (geschätzte 30 Seelen) auf verschiedene Weihnachtsveranstaltungen. Im Südosten des Geländes wurde der Feier-Abend mit der Gründung einer neuen Bauwagen-WG verbunden, die ihr Hauptquartier in der Küche des großen Martinelli-Wagens haben soll (Fotos folgen…). Am Abend wurden bei einem ruhigen Ritual im Gemeinschaftsraum noch Lieder gesungen und Geschichten gelesen. Die nächsten Tage über waren die gewohnten Gemeinschaftsstrukturen mehr oder weniger verschwunden - es gab ein festliches Buffet am Weihnachtsfeiertag, ansonsten begegnete man wenigen Menschen. Im Südosten wurden Bauwägen zum neuen Kreis gerückt, und dann näherte sich Sylvester mit einem großen Gästeschwung und der Beerdigung von Anna Schicht. Ihr war ganz wichtig gewesen, dass ihr Begräbnis von einem Festessen begleitet würde. Dafür standen Tatjana und Andrea dann auch tatsächlich zwei Tage in der Küche. Nach der schönen Beerdigung auf dem Poppauer Friedhof durften wir dann in ihrem Gedenken schlemmen. Alle wurden mehr als satt und es war schön, sich im Kreis mit Annas Angehörigen an sie zu erinnern. Dann - fließender Übergang zur Sylvestervorbereitung. Ein Riesenfeuer musste offensichtlich wieder her - perfekt aufgeschichtet von Ludwig, Sandra, Dominik und anderen Feuerfreunden. Weitere Gäste trudeln ein. Insbesondere die ehemaligen FÖJ (FÖJ - freiwilliges ökologisches Jahr) treffen sich inzwischen fast selbstverständlich an Sylvester in Sieben Linden. Viele Umarmungen. Abends weiter feste essen (noch jede Menge Reste da), ein Ritual "Wie will ich 2009 wirken" (sinngemäß - ich war nicht dabei und bitte um Verzeihung), parallel Disco und dann um zwölf Himmelslaternen, die in der eiskalten Nacht geradewegs gen Weltraum abzogen, und das große Feuer. Die Party ging die ganze Nacht, wie man hört, am ersten Januar dann viel halbwache Halbanwesenheiten, Frisbeespielen und abends Unterhaltungskino ("Zurück in die Zukunft"). Am Sonntag, den vierten, inzwischen lag Schnee, fuhren dann die meisten restlichen Gäste und auch Sylvestermuffel hatten sich wieder mit der Welt versöhnt. Am 5. Januar war dann wieder "Alltag" in Sieben Linden vorgesehen - sofern es so was überhaupt gibt… Meine kleine Erkenntnis, übrigens: Es war großartig, insbesondere an Weihnachten an dem Ort zu sein, an dem ich sonst mit viel Arbeit kämpfen muss. Zu sehen, dass ich auch ganz anders in Sieben Linden sein kann, das war richtig wichtig. Weihnachten ist vielleicht auch eine Chance, einen Ort zur Heimat zu erklären. Jedenfalls allen Lesern ein Jahr mit kleinen und großen Erfolgen, mit Entspannung und Aufmerksamkeit, mit Liebe und mit Höhepunkten. Und mit einem Besuch in Sieben Linden. Micha W.
| |  Die romantisch gelegene Villa Communia wird seit Weihnachten eingerichtet und bezogen. Trotz Pflegemaßnahmen blieb das Eis auf unserem Teich zu huckelig zum Schlittschuhlaufen...
 Cato goes West (zum Globolo)

 Sind die Hexenhäuschen in diversen Märchen (die mit den fiesen Öfen) vielleicht einfach nur Saunas...?

 Weihnachten im (Martinelli-) Bauwagen (siehe Text links)

 neuer Wagenkreis im Südosten

 Warum wundert sich dieses Pferd, dass sein Radio ausgegangen ist?

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