| Erfahrungsbericht | |
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Eine Reise mit x UnbekanntenZu Beginn des Jahres 2008 gründeten wir den Klimawandel Arbeitskreis (KWAK) in Sieben Linden. Einer unserer Schwerpunkte sollte die Zusammenarbeit mit den Schulen der Region sein. Hierfür planten wir die Initiierung von Energiesparprojekten an Schulen unseres Kreises sowie das Angebot einer Lehrer_innenfortbildung zum Thema Klima und ökologischer Fußabdruck. Um das Interesse der Schulen auszuloten, riefen wir einige Schulen des Kreises an und trafen uns zusätzlich persönlich mit den Leiter_innen der Grund- sowie der Sekundarschule in Beetzendorf. Von allen Schulen gab es gute Resonanz und ein Interesse, ein solches Energiesparprojekt durchzuführen. Im Zuge dessen legten wir uns auf die 5. bis 12. Klassenstufen als Zielgruppe fest. Als nächstes sprachen wir beim Schulträger, dem Altmarkkreis Salzwedel vor. Wir erfuhren, dass der Kreis sich seit Jahren mit Investitionen im baulichen Bereich bemüht, die Energiebilanzen seiner Schulen zu verbessern. Unserem eher pädagogischen Konzept stand er ebenfalls sehr aufgeschlossen gegenüber. Zur Initiierung von Energiesparprojekten an 4 Schulen des Kreises erarbeiteten wir ein Konzept, für das wir bei der SUNK – Stiftung Umwelt- Natur- und Klimaschutz in Magdeburg einen Förderantrag stellten. Es umfasste außerdem eine Lehrer_innen-Fortbildung, Recherchearbeit zu Klimawandel und Schule, der Erstellung einer Unterrichtseinheit mit Clownerie zur Motivierung der Schüler_innen sowie die Anschaffung eines Energiesparkoffers E.coach für die durchzuführenden Messungen. Auf der Suche nach geeigneten Beratungsinstituten empfahl uns Lothar Eisenmann (Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg) das ufu – Institut in Berlin, das uns auch seine Unterstützung zusagte. Der Schulträger ging jedoch nicht auf unseren Vorschlag ein, mit 4 Schulen zu beginnen. Er schlug uns lediglich 2 Schulen vor: Die Sekundarschule in Klötze sowie das Gymnasium in Beetzendorf. Im Vorfeld standen wir jedoch mit insgesamt 5 Schulen in Kontakt, um ein erstes gemeinsames Gespräch mit Träger und Malte Schmithals vom UfU-Institut zu organisieren. Aufgrund der näherrückenden Sommerferien und der anstehenden Prüfungszeit zeichnete sich ab, dass ein Termin hierfür vor Beginn der Ferien nicht mehr zustanden kommen würde. In den Ferien verlief die Kommunikation zur Koordination des Termins besonders schleppend, da die Schulleiter_innen jeweils nur für einen halben Tag pro Woche erreichbar waren. Am Ende konnten wir den Termin für den 1.9. mit den 2 anvisierten Schulen, dem Träger und dem UfU-Institut arrangieren. Die anderen von uns bisher kontaktierten Schulen wurden ebenfalls eingeladen, der Schulleiter der Comenius-Sekundarschule in Salzwedel kam, die anderen sind jedoch aufgrund der Kurzfristigkeit der Einladung nicht erschienen. Das Gespräch brachte zum Vorschein, dass es bereits vor einigen Jahren ähnliche Bemühungen zum Energieeinsparen seitens der Schulen gab, für die ihnen sogar ein finanzieller Anreiz zugesagt, jedoch letztendlich nicht ausbezahlt worden ist. Dementsprechend unmotiviert zeigte sich zumindest der Leiter des Gymnasiums Beetzendorf. Das war eine neue Information für uns, trotz der vielen Gespräche im Vorfeld. Im Zuge des Gespräches wurde noch einmal deutlich, dass aufgrund der negativen Haushaltslage und der generellen Umstrukturierung des Haushaltes ein Anreiz ala Fifty/Fifty im Altmarkkreis nicht zu machen sein würde. Es wurde jedoch seitens des Trägers die Möglichkeit ins Spiel gebracht, dass, aus einem bereits vorhandenem Haushaltstitel der Schulen (Veranstaltungen und Unterrichtsmaterialien), eine Prämie von 2-300 Euro für dieses Schuljahr durchaus möglich sei. Letztendlich haben uns das Gymnasium Beetzendorf und die Sekundarschule Klötze dann doch noch kurzfristig abgesagt, aus unterschiedlichen Gründen. Zumindest die Klötzer Schule ist einer Einführung eines Energiesparprojektes im nächsten Schuljahr nicht abgeneigt. Vom Schulträger haben wir uns deshalb grünes Licht geholt, doch die anderen Schulen noch einmal anzusprechen, und zwar: Jahn-Gymnasium Salzwedel, Sekundarschule Comenius Salzwedel, Sekundarschule Lessing Salzwedel, Sekundarschule Beetzendorf. Gleichzeitig sind wir auch auf die Jeetze-Schule, eine Sekundarschule in freier Trägerschaft zugegangen. Wir haben jeweils mit den Schulleiter_innen gesprochen sowie zum Teil mit einzelnen interessierten Lehrer_innen und, wie im Fall des Jahn-Gymnasiums, auch mit den Schülervertreter_innen. Die Jeetze-Schule, eine Sekundarschule in freier Trägerschaft, hat sofort auf unsere erste Anfrage hin zugesagt, ein solches Projekt durchzuführen. An der Lessingschule hat sich Frau Grigartzig, eine Geographielehrerin, für unser Projekt interessiert und ihr Wahlpflichtfach mit Schüler_innen der 9. Klasse daraufhin umgestellt. An der Beetzendorfer Sekundarschule dauerte es etwas länger, da es dort noch einer Absprache mit dem Leiter der Grundschule bedurfte. Beide Schulen nutzen ein Gebäude, für das jeweils verschieden Träger zuständig sind. Letztendlich erhielten wir auch hier ein Zusage. An allen 3 Schulen organisierten wir einen ersten Energierundgang mit Bernadette Kern vom UfU-Institut. Hier wurde den Schüler_innen (Energieteams von 4-12 Schüler_innen) das Projekt noch einmal genauer dargelegt , diesmal aber gleich mit praktischen Einstieg. Erste Messungen von Temperatur und Beleuchtungsstärke wurden vorgenommen und mit angenehmen Sollwerten verglichen. Z.B. eine Temperatur im Klassenraum von 20-21 Grad, im Flur 15 Grad, im Treppenhaus 10 Grad. Und es war klar ersichtlich, es zu warm ist, dass die Beleuchtung auf der Fensterseite ausgemacht werden kann. In einer Schule war außerdem sichtbar, dass schon im Heizungskeller enorm viel Wärme verloren geht. Seit Juni erarbeiteten wir parallel dazu eine Clowneinlage, mit der wir die Schüler_innen motivieren wollten. Dazu gehörte ein Clowntraining mit Clown Bep aus dem Wendland (Niedersachsen) und die Erarbeitung einer Einlage mit dem Thema Energiesparen. Mit dieser Einlage führten wir diverse Unterrichtseinheiten durch, in die unsere extra erarbeitete Clownerie-Einlage eingebettet war. Siehe mehr unter Die „Klima-Clowns“ Eine Lehrer_innen-Fortbildung war weiterer Bestandteil des Projektes. Sie war offen für alle Lehrkräfte Sachsen-Anhalts, es war jedoch sehr wünschenswert, dass dort v.a. die Lehrkräfte erscheinen, die die Energiesparprojekte leiten werden. Die Lehrer_innen erhielten zu den Vorträgen (zu ökol. Fußabdruck, Energiesparprojekte, regenerative Energien, virtueller Ökodorfrundgang) eine Fülle an Unterrichtmaterial und eine CD-Rom mit einer Auswahl von weiteren Materialien. Siehe mehr unter Lehrer_innenfortbildung „Klimaschutz an Schulen“ |
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