| Sieben Linden im November Original November: Nebel morgens, mittags, abends, mit leichtem Nieselregen verfeinert. Nachts stockdunkel, rabenschwarz. Wir erzählen uns gerne, dass jetzt eine Zeit der Einkehr dran ist, dass wir uns in den kommenden Monaten mit den Dingen beschäftigen werden, für die im Sommer keine Zeit ist. Allein, wo bleibt die Muße, das verträumte Aus-dem-geheizten-Ökohaus-ins-kalte-Draußen-gucken? In Sieben Linden rennen weiterhin viele ihrem Zeitplan hinterher. Immerhin veranstalten wir im November unsere große Intensivzeit, sieben Tage, in der aufgegriffen werden soll, was in der Gemeinschaft gärt, und in der außerdem ein neues Entscheidungsmodell beschlossen werden soll - kompetente Räte statt Vollversammlungsstress. Ein Experiment, das uns entlasten soll - spannend. Jetzt muss mensch nur noch die Zeit finden, die Intensivzeit mitzumachen (dass es in Gemeinschaft tatsächlich immer zu viel zu tun gibt merke ich daran, wie abgedroschen es sich anfühlt, sich in Sieben Linden über Zeitmangel zu beschweren...). Ebenfalls im November rollt der Castor wieder. Bzw. nicht. Zur Großdemo am 8.11. fährt das Ökodorf im Reisebus ins Wendland. Während der Intensivzeit jährt sich auch der Todestag von Milan, der 1997 das Gelände in Sieben Linden mitbesiedelt hat, der mit seinem Zwillingsbruder Wolf das begehbare Landschaftskunstwerk Globolo aufgebaut/gepflanzt hat und der überhaupt unentbehrlich war. Milan ist am 11.11.2007 gestorben, bei einem Spaziergang zu unserem neu gekauften Land, am ersten verschneiten Sonntag des Winters. Wir trauern immer noch. Froh macht uns wiederum die Ankunft des kleinen Juri - Sohn von Björn und Zula. Juri kam früher als erwartet auf diese Welt, ihm wurde aber gleich ein warmer Brutkasten zur Verfügung gestellt. Er gedeiht gut und die Familie ist wohlauf. Die wunderbaren Fotos auf der rechten Seite kommen heute von der Fotografin Anna Schroll aus Jena, die bei uns "halbtags" eine Waldbauwoche mitgemacht und an der jeweils anderen Tageshälfte fotografiert hat. Danke, Anna und allen anderen, die nach Sieben Linden kommen uns mit ihren Mitteln dabei helfen, unser Dorf mit aufzubauen! Dafür muss man nicht gleich herziehen (und ab diesem Moment in Zeitnot leben), es sei denn - ES FOLGT EIN WERBEBLOCK DER SIEDLUNGSGENOSSENSCHAFT ÖKODORF e.G. (was übrigens wir selbst sind) - du besitzt Fachkompetenz in den Bereichen: Wald- und Forstwirtschaft; Landwirtschaft; Architektur und Holzingenieurbau, Altbau-Sanierung, Finanzverwaltung/Buchhaltung; Seminar- und Gästebetrieb; Computerpflege; technische Infrastruktur (Elektro, Wasser, Kommunikation...). Wir bieten: Leben in Gemeinschaft, sozial-ökologische Ausrichtung mit Selbstversorgung, genossenschaftliche Organisation, naturnahes Lebensumfeld und mehr. Bei Interesse melde Dich bitte unter 039000-51231. Diese Anzeige schalten wir immer mal wieder in Zeitungen, der ganz kleine Haken an der Sache ist, dass das natürlich keine BAT-2-A Stellen oder so was sind. Wir brauchen eure Kompetenz auch in der Frage, wovon ihr leben würdet, wenn ihr kämt. Vielleicht schaut ihr erst mal bei einem unserer Seminare vorbei - wir würden uns freuen! Micha W. | |                 |