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Das Thema Ökologie hat im Ökodorf zentrale Stellung. In den überschaubaren Kreisläufen eines Dorfes können viele ökologische Veränderungen konkret und für alle BewohnerInnen anfassbar umgesetzt werden (z.B.Pflanzenkläranlage, Fotovoltaik, biologische Ernährung z.T. aus dem eigenen Garten, Baustoffwahl, Wärmedämmung, Holz aus dem eigenen Wald u.v.m.). Gleichzeitig wird das Bewusstsein vorausgesetzt, dass in jedem Konsumgut eine Kette von Produktionsvorgängen stecken, für die wir mit unserem Kauf Verantwortung
übernehmen. Die Hinterfragung von solchen Zusammenhängen begleitet unseren Alltag.
Wir sehen das gemeinschaftliche Leben ebenfalls als Faktor zur Reduzierung unseres Ressourcenverbrauchs. Im Forschungsprojekt “Gemeinschaftliche Lebens- und Wirtschaftsweisen und ihre Umweltrelevanz”, welches die
Kommune Niederkaufungen in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftlichen Zentrum für Umweltsystemforschung an der Uni Kassel durchgeführt hat, konnte nachgewiesen werden, dass das Leben in einer Gemeinschaft, insbesondere im Ökodorf zu einer deutlichen Reduzierung von CO2-Äquivalenten beiträgt.
Praktische Umsetzung ökologischer Ziele
Aufmerksamkeit in allen Lebensbereichen auf Nachhaltigkeit, z.B. vom Bauen über den Einkauf von Büromaterial bis zum Reiseverhalten
Nahrungsmittel zu 100% aus biologischem Anbau
Bis zu 50 – 70 % Selbstversorgung mit Gemüse und Kräutern, Veredelung von Früchten, Kräutern und Gemüse für die Selbstversorgung als Marmeladen, Fruchtsäfte, Wein und Aufstriche
Heizen mit Holz aus dem örtlichen, nachhaltig bewirtschafteten Wald (in Zukunft sind 200 ha nötig)
Geschlossener Wasserkreislauf: Brunnen- Pflanzenkläranlage-Brunnen
Keine Wasserklosetts, ausschließlich Trocken-Trenn-Komposttoiletten wertvoller Dünger für Waldbau
Solarenergienutzung für Warmwasser, Heizung und Stromerzeugung: Energie ins Netz einspeisen
Ökologisch Bauen: Niedrigenergiestandard, Minimierung der Versiegelung, preiswerte ökologische Baustoffe (Dämmen mit Strohballen), Reduzierung von Maschineneinsatz und Transport
Car-Sharing und bevorzugte Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel
Waldumbau: von Kiefernmonokultur zu Mischwald. Die Artenvielfalt des Geländes nimmt durch Waldumbau und Anlage von Hecken ständig zu
Aktualisiert 2/08
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