Nachbarschaften

Ein grundlegendes Gestaltungsprinzip der Ökodorfidee ist das der Nachbarschaften. Dieses Prinzip prägt den Siedlungsaufbau und den ganzen Planungsprozess.

Das Ökodorf Sieben Linden ist ein Dorf, das sich aus Gemeinschaften (den Nachbarschaften) zusammensetzen soll. Die Nachbarschaft ist eine soziale Bezugsgruppe in der immer größer werdenden Ökodorf-Gemeinschaft. Das Gesamtbild der Nachbarschaft mit ihrem Grad an Verbindlichkeit, Selbstversorgung, an Privatem und Gemeinschaft, mit der Art der Bebauung, Wegen und Freiflächen wird von der Gruppe eigenständig festgelegt.

Je nach Vorstellungen der Mitglieder der Nachbarschaften einigt sich die Nachbarschaft auch auf Grundlagen des Lebensstils (z.B. vegane Ernährung oder auch nicht) und größere ökonomische Verbindlichkeiten (z.B. gemeinsame Ökonomie, gemeinsame Arbeitsstrukturen oder auch nicht).

Es gibt derzeit 5 Nachbarschaften


Der Club99
81fünf
Die Lebensgemeinschaft "Brunnenwiese"
Die Lebensgemeinschaft Poppauer Hof
Die Windrose

Weiterhin gibt es das Globolo-und die "Junge Leute Gruppe" (JuLe) und eine neue Frauen-Nachbarschaft (Text kommt noch)

Das Konzept, dass sich zunächst die Nachbarschaften zusammenfinden, die dann als verbindliche soziale Gruppe ihren Wohnraum planen und bauen, hat sich allerdings als sehr schwerfällig erwiesen. Die Aufgabe, erst eine große, verbindliche Gruppe zu finden, die sich gemeinsam den Bauprozess zutraut, ist für viele zu groß und so ist zwischen 2000 und 2002 nur sehr wenig privater Wohnraum gebaut worden. Daher wurde 2005 großen Mietshauses gebaut: (Strohpolis), in dem die Menschen in Sieben Linden erstmal Wohnraum finden können und in dem sich in unterschiedlichen Wohngemeinschaften Nachbarschaften entwickeln können.


(aktualisiert 3/2010)

 
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